Stellungnahme der Anthroposophischen Medizin zu Impfungen

Medizinische Sektion am Goetheanum und
Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärztegesellschaften (IVAA)

15. April 2019

Anthroposophische Ärzte sind keine Impfgegner, sondern für eine integrative, individuelle Impfentscheidung.

Zusammen mit Gesundheitserziehung, Hygiene und adäquater Ernährung sind Impfungen ein wesentliches Instrument in der Prävention infektiöser Erkrankungen. Sie haben dazu beigetragen, dass seit dem vergangenen Jahrhundert ungezählte Leben gerettet werden konnten. Dank Impfstoffen konnte die Pockenkrankheit ausgerottet werden und wird es derzeit möglich, die Kinderlähmung zu eliminieren.

Anthroposophische Medizin würdigt ausdrücklich den Beitrag von Impfungen zur weltweiten Gesundheit und unterstützt sie als wichtige Maßnahme zur Vermeidung lebensbedrohlicher Erkrankungen. Anthroposophische Medizin vertritt keine Anti-Impf-Haltung und unterstützt keine Anti-Impf-Bewegungen.

Von in Anthroposophischer Medizin ausgebildeten Ärzten wird erwartet, dass sie im Einklang mit der jeweiligen nationalen Rechtsgebung handeln und dass sie PatientInnen beziehungsweise deren Betreuungspersonen für ein gutes Verständnis wissenschaftlicher Informationen und nationaler Impfempfehlungen umfassend beraten. In Ländern ohne Impfpflicht, in denen eine informierte Zustimmung zur Impfung erforderlich ist, kann diese Beratung mit PatientInnen beziehungsweise deren Betreuungspersonen zu einem gegebenenfalls individualisierten Impfschema führen, z. B. bezüglich des Impfzeitpunkts während der frühen Kindheit.

Einzelne anthroposophische Ärzte beteiligen sich, unter Berücksichtigung der laufenden Forschung, der lokalen Verbreitung infektiöser Erkrankungen sowie sozioökonomischer Risikofaktoren, an der wissenschaftlichen Diskussion zu spezifischen Impfungen und zu jeweils angemessenen Impfplänen. Anthroposophische Medizin ist wissenschaftsorientiert; dies gilt umso mehr, als in der zurzeit polarisiert geführten Impfdebatte ein kontinuierlicher wissenschaftlicher Diskurs wichtiger denn je ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V. (GAÄD), E-Mail infonoSpam@gaed.de

 

Die Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach (Schweiz) fördert als internationales Zentrum die Weiterentwicklung der Anthroposophischen Medizin durch Konferenzen sowie internationale Aufbaustudiengänge (postgraduierte Ausbildung) und nimmt eine koordinierende Rolle in Forschung und Ausbildung der Anthroposophischen Medizin ein.

www.medsektion-goetheanum.org/en

 

Die IVAA fördert als „Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärztevereinigung (International Federation of Anthroposophic Medical Associations)“ die Anerkennung der Anthroposophischen Medizin sowie deren Verankerung in nationalen Gesundheitssystemen. Die IVAA will den Vorteilen durch Anthroposophische Medizin zu weltweiter Anerkennung verhelfen und dazu beitragen, dass sie für PatientInnen wie Anwender (ÄrztInnen, Pflegende, TherapeutInnen) durch entsprechenden Behandlungsverfahren im Kontext einer komplementären, integrativen Medizin zugängig ist.

www.ivaa.info

PETITION und offener Brief: "Deutschland braucht keine Impfpflicht"

Politiker und Ärztefunktionäre fordern die Einführung einer Impfpflicht. Nachdem sich nun der Bundesgesundheitsminister und die Familienministerin für eine Masern-Impfpflicht in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen ausgesprochen haben, ist in absehbarer Zeit mit einer entsprechenden Gesetzesinitiative zu rechnen, die zumindest diese Impfpflicht juristisch festschreiben will. Die Argumente, die vorgebracht und in den Massenmedien verbreitet werden, halten einer Überprüfung nicht stand.

Die Unterzeichner fordern die Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, jede Gesetzesinitiative zur Einführung einer Impfpflicht gegen Masern zu unterlassen und das Recht auf freie und individuelle Impfentscheidung anzuerkennen.

--> Petition "Deutschland braucht keine Impfpflicht"

--> Offener Brief an den Bundestag und die Länderparlamente


Wuppertaler Manifest

Auf der 1. nationalen Konferenz für differenziertes Impfen vom 01. bis 02. Oktober 2010 in Wuppertal sind Experten und ärztliche Praktiker zusammengekommen, um zu beraten, wie eine differenzierte Impfpraxis aussehen kann, die sich den Herausforderungen einer ganzheitlich orientierten Prävention und Gesundheitsförderung stellt. Die Ergebnisse der Konferenz wurden durch die Veranstalter, die „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.“ zusammengefasst und finden Ausdruck in der folgenden Erklärung: 

Download des Wuppertaler Manifestes »


Gutachterliche Stellungnahme von Prof. Zuck im Auftrag der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland im Zusammenhang mit dem Impfbeschluss des 109. DÄT zu berufs-rechtlichen Sanktionen gegenüber Ärzten

Gutachterliche Äußerung von Prof. Zuck, Rechtsanwalt, im Auftrag der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland im Zusammenhang mit dem Impfbeschluss des 109. DÄT zu berufsrechtlichen Sanktionen gegenüber Ärzten.

Die Stellungnahme erfolgt zu folgenden Fragen:
1. Welche rechtliche Bedeutung kommt dem Impfbeschluss des 109. DÄT zu
    berufsrechtlichen Sanktionen gegenüber Ärzten zu?
2. Welche verfassungsrechtlichen Grenzen bestehen für Veränderungen
    landesrechtlichen Berufsrechts, die durch eine etwaige „Umsetzung“ des
    Impfbeschlusses des 109. DÄT verursacht werden?
3. Welche verfassungsrechtlichen Grenzen bestehen für die Veränderungen
    regionalen Kammerrechts (Satzungsrechts), die durch eine etwaige
    "Umsetzung“ des Impfbeschlusses des 109. DÄT verursacht werden?

Die Antwort auf Frage 1 befasst sich mit der Rechtsqualität eines Beschlusses des DÄT, der berufsrechtliche Empfehlungen ausspricht. Frage 2 erörtert die Möglichkeit, den Impfbeschluss ohne Änderung der Rechts-grundlagen umzusetzen, also das Problem einer veränderten Anwendung des geltenden Berufsrechts. Frage 3 behandelt die Rahmenbedingungen für eine dem Impfbeschluss entsprechende Änderung des geltenden Rechts.

Zur Gutachterlichen Äußerung von Prof. Zuck »

 

Impfaufklärung, Impfgespräch und Impfentscheidung – kurze Darstellung der zu beachtenden Aspekte für den anthroposophischen Arzt

In der Darstellung von G. Soldner wird ein freier, selbst verantworteter Impfentscheid des Patienten bzw. seiner Eltern angestrebt, der auch im Falle eintretender Impfnebenwirkungen oder Krankheitskomplikationen bei Nicht-Impfen für alle Beteiligten Bestand haben kann.
Es wird das Impfaufklärungsgespräch und die notwendige Dokumentation berücksichtig mit Schwerpunkt auf die Frage worüber muss der Arzt aufklären und darf der Arzt gewünschte und empfohlene Impfungen ablehnen?

Zur ausführlichen Darstellung von G. Soldner »