Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rund um die Anthroposophische Medizin

Der weitaus größte Teil des Leistungsangebotes in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist den Krankenkassen vorgegeben. Einige spezielle Leistungen jedoch können sie von sich aus zusätzlich erbringen. Und so gibt es einige Krankenkassen, die die Anthroposophische Medizin explizit berücksichtigen.

Nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und damit der größte Teil der Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen (anthroposophische, homöopathische und pflanzliche Arzneimittel) wurden 2004 aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen. Inzwischen bieten Krankenkassen ihren Versicherten gegen Extrakosten Wahltarife für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen an.

Zusatz-Krankenversicherungen geben die Möglichkeit, sich für die Leistungen der Anthroposophischen Medizin privat zu versichern, die nicht von der GKV abgedeckt werden. Das sind die nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die anthroposophischen Heilmittel (Heileurythmie, Anthroposophische Kunsttherapie und Rhythmische Massage) sowie der Besuch eines anthroposophischen Privatarztes oder Heilpraktikers. Für Ältere, chronisch Kranke, Behinderte, Menschen und Familien mit geringem Einkommen wird es nicht leicht sein, die schmaler werdende Gesetzliche Krankenversicherung durch eine Zusatz-Krankenversicherung zu ergänzen.

 

Beachten Sie auch die Informationsangebote des Patientenverbandes Gesundheit aktiv und des Dachverbandes der Antroposophischen Medizin in Deutschland:

Website Gesundheit aktiv anthroposophische Heilkunst e.V.

Website Dachverband der Antroposophischen Medizin in Deutschland

 

GAÄD-Liste zur Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL)

Verordnungsfähigkeit von Arzneimitteln der Anthroposophischen Medizin in der GKV auf der Grundlage der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) vom 01.04.2017

GAÄD-Liste vom 2. Mai 2017

Download GAED-Liste-Arzneimittel-Richtlinie-2017-05.pdf >>

 

Ein gedrucktes Exemplar der GAÄD-Liste kann bei der Geschäftsstelle gegen eine Schutzgebühr von € 10,- bezogen werden.

 

Kommentare und Stellungnahmen

Urteil des Bundessozialgerichts zu den besonderen Therapierichtungen vom 22.03.2005

Kommentar der Rechtsanwälte Nikolai Keller und Jan Matthias Hesse

Download Kommentar >>