Stellungnahme zu persönlichen Verlautbarungen mit Bezug zur anthroposophischen Medizin

Seit Beginn der COVID 19-Pandemie engagieren sich anthroposophische Ärztinnen und Ärzte aktiv mit hohem Einsatz in der Behandlung von COVID 19-Patient:innen, voll in das Gesundheitswesen integriert und mit anthroposophisch erweiterten Therapien.

Die Haltung der GAÄD zur CORONA-Pandemie und ihr Verständnis der anthroposophischen Medizin als einer integrativ angewandten, wissenschaftlich basierten Erweiterung der konventionellen Medizin ist in einer Stellungnahme der GAÄD dargestellt: https://www.gaed.de/corona/standortbestimmung

Bezüglich der anthroposophischen Medizin erleben wir dennoch eine zunehmend unsachgemäße und diffamierende Darstellung in der medialen Öffentlichkeit, in der vielfach Äußerungen einzelner Vertreter:innen der anthroposophischen Medizin aufgegriffen und als allgemeingültig interpretiert werden.

Die GAÄD stellt hiermit fest, dass persönliche Verlautbarungen, Meinungsäußerungen, Aufrufe und Appelle, die sich auf die Anthroposophie oder die anthroposophische Medizin beziehen als solche nicht die Haltung der GAÄD wiedergeben.

Die GAÄD fühlt sich nicht berufen, persönliche Äußerungen und Aktivitäten ihrer Mitglieder zu kommentieren oder zu beurteilen, auch wenn sie nicht die Haltung der GAÄD widerspiegeln.

Die GAÄD grenzt sich insbesondere von Verlautbarungen zur anthroposophischen Medizin ab, die nicht den Kriterien einer medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaft entsprechen.

Gerade in der aktuellen, die gesamte Gesellschaft herausfordernden Situation übernimmt auch die GAÄD gesellschaftliche Verantwortung.

 

München, den 28. Juli 2021

Der Vorstand