Schulen öffnen – Zukunft sichern!

14. Juli 2021

Pressemeldung: Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) fordert für die Zeit nach den Sommerferien ein klares Bekenntnis zu offenen Kindertagesstätten und Schulen. „Kinder und Jugendliche werden durch fortgesetzte Schul- und Kindergartenschließungen schwerer geschädigt als durch COVID 19“ so Nele Auschra, Sprecherin des BdFWS. Erwachsene könnten sich inzwischen selbst schützen. Ein interdisziplinärer Expertenrat zur Anpassung der Pandemiebekämpfungsstrategie sei überfällig, um dem Anspruch der jungen Menschen auf nachhaltige Bildung in Gemeinschaft gerecht zu werden.

-> Zur Pressemeldung

Impfgipfel: Kein versteckter Impfzwang für Kinder und Jugendliche!

26. Mai 2021

Pressemeldung der GAÄD zum Beschluss des 124. Ärztetages zur Impfung von Kindern gegen Covid-19  und mit Blick auf den für den 27. Mai angekündigten Impfgipfel. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll es dabei auch um Impfungen für Schüler und Studierende gehen.

Weiterlesen ...

Keine versteckte Impfpflicht für Kinder und Jugendliche

Stellungnahme der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) zur COVID-19-Impfung von Kindern und Jugendlichen

19. Mai 2021

In der aktuellen Diskussion um die COVID-19-Impfung von Kindern und Jugendlichen spielt vor allem die gesellschaftliche Teilhabe – in Deutschland ein Grundrecht jedes Menschen – eine entscheidende Rolle. Durch Kindergarten- und Schulschließungen wurde unseren jüngeren Mitbürgern dieses in der letzten Zeit zumeist nicht gewährt. Von einigen Seiten wurden nun Aussagen laut, dass Kinder und Jugendliche das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe ausschließlich mit einer COVID-19-Impfung wiedererlangen könnten; u.a. sieht ein Beschluss des 124. Deutschen Ärztetag dies vor, der die Bundesregierung zur Entwicklung eines Impfkonzeptes für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aufforderte. Die GAÄD distanziert sich in aller Form von solchen Aussagen und teilt damit diesbezügliche Bedenken einiger Landesärztekammern (z.B. Saarland und Hamburg) und ärztlicher Fachgesellschaften (z.B. DGKJ und BVKJ). Ohne eine tragfähige medizinische Begründung kann die Wahrnehmung der Grundrechte von Kindern und Jugendlichen nicht mit einer De facto-Impfpflicht verbunden werden.

Weiterlesen ...

COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche?

Vierzehn Argumente für einen rationalen Weg in Deutschland

19. Mai 2021

Preprint auf der Plattform Elternforum Corona bei Kindern (CoKi©)
https://co-ki-lino.de/veroeffentlichungen/

Preprint auf ReseachGate
https://www.researchgate.net/publication/351662151_COVID-19_Impfung_fur_Kinder_und_Jugendliche_Vierzehn_Argumente_fur_einen_rationalen_Weg_in_Deutschland_COVID-19_vaccination_for_children_and_adolescents_Fourteen_arguments_for_a_rational_approach_in_G

Überlegungen zur Frage der Impfung von Kindern gegen Covid-19 – Kommentar im Lancet

16. Mai 2021

„In Zeiten wie diesen ist unaufgeregte Rationalität wohltuend“. – In der Lancet Ausgabe vom 19. April 2021 erschien der beachtenswerte Kommentar von Stephen Obaro, Professor für pädiatrische Infektionserkrankungen an der Medizinischen Fakultät von Omaha in Nebraska, USA, zur Frage der Rationalität von Covid Impfungen bei Kindern. In sachlicher Weise wägt er die Gesichtspunkte mit den dazu gehörenden bisher verfügbaren Erkenntnissen und Aspekten ab, ob Kinder aus Überlegungen zur Erlangung einer Gruppenimmunität („Herdenimmunität“) in der Gesamtbevölkerung gegen Corona geimpft werden sollten oder nicht. Dabei betrachtet er insbesondere den bei Kindern im Vergleich zu älteren und alten Menschen deutlich milderen Krankheitsverlauf mit deutlich weniger Komplikationen und entsprechend weniger stationären Aufenthalten und legt nahe, dass das bei Kindern gelegentlich vorkommende „multisystemische Entzündungssyndrom“ (PIMS) eher als postinfektiöse Erkrankung, denn als spezifisch virusbezogen zu beschreiben sei.

Diese Tatsachen und die fehlenden epidemiologischen Belege, dass die Gruppe der Kinder relevant zur Virusausbreitung beiträgt, macht aus seiner Sicht eine spezifische Urteilsbildung zur dieser Altersgruppe vor jeder Bemühung um eine Impfstoffentwicklung oder Zulassung erforderlich. Er unterscheidet für seine weitere Analyse die drei Bereiche Immunologie, ethische Überlegungen und ökonomische Aspekte, die alle noch wesentliche ungelöste Fragen enthielten, aber vor den Bestrebungen zur Anwendung von Covid-19 Impfungen bei Kindern notwendigerweise zu klären seien („… important immunological, ethical, and economic conundrums that require careful examination before the deployment of any COVID-19 vaccine in children.”)! Zum Beispiel muss geklärt werden, ob durch die Impfung das multisystemische Entzündungssyndrom nicht häufiger auftritt als bei ungeimpften Kindern. Bei einem ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnis für die zum Impfen vorgesehenen Kinder selbst, einer ungenügenden Datenlage und einer aus den bisherigen Erfahrungen anzunehmenden geringen Weiterverbreitung des Virus unter Kindern sei eine Impfung gegenwärtig nicht ethisch gerechtfertigt. Ökonomisch und praktisch ist die Implementierung eines zusätzlichen Impfprogramms für Kinder bei der herrschenden Datenlage zudem ein nicht zu rechtfertigender Mehraufwand. Auch könnten die durch eine ausgelassene Kinderimpfung „freiwerdenden“ Impfstoffe für Bevölkerungsgruppen mit einem höheren Erkrankungsrisiko weltweit verwendet werden. (In diesem Sinne haben sich auch bereits Vertreter der WHO geäußert.)

Entsprechend folgert Obaro am Ende seines lesenswerten Kommentars, dass auf jeden Fall für Kinder unter 12 Jahren zum gegenwärtigen Zeitpunkt andere Strategien zur Erlangung einer Immunität  als das Impfen verfolgt werden müssten. Damit meint er vermutlich, auch wenn er es nicht ausspricht, den Weg einer natürlichen Immunisierung durch Ansteckung (but a new strategy might ultimately be required for immunising younger children, should this become necessary).

Unter diesem Link finden Sie den Lancet-Kommentar von Stephen Obaro frei zugänglich:
-> https://doi.org/10.1016/S1473-3099(21)00212-7

Standortbestimmung der GAÄD

Anthroposophische Medizin in der COVID-19-Pandemie

18. Februar 2021

Anthroposophische Ärzt*innen leisten einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung in Deutschland – auch in der Betreuung von an COVID-19 erkrankten Menschen.

Die GAÄD unterstützt die Einhaltung erforderlicher Schutzmaßnahmen, wie z.B. altersgerechte AHA-L-Regeln. Sie begrüßt die Impfmöglichkeit gegen COVID-19, empfiehlt eine transparente wissenschaftliche Begleitung der Impfkampagnen und fördert die Beratungskompetenz ihrer Mitglieder für eine individuelle Impfentscheidung. Im Rahmen des infektiologisch Vertretbaren setzt sich die GÄÄD für eine baldmöglichste Öffnung der Schulen und die Wiederaufnahme des kulturellen Lebens ein.

Weiterlesen ...


Corona-Virus-Pandemie – Aspekte aus der Anthroposophischen Medizin

 

Die Corona-Virus-2019-Erkrankung (COVID-19) ist eine virale Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus, der zuerst im Dezember 2019 in Wuhan, China entdeckt wurde (Report of the who-china joint mission on coronavirus disease 2019[1]). COVID-19 verbreitet sich als Pandemie über die gesamte Welt mit mehr als 9 Millionen bestätigten Infizierten und über 420.000 Todesfällen weltweit (Stand 16. Juni 2020 (Dong E, Du H, Gardner L. An interactive web-based dashboard to track COVID-19 in real time[2])).

Wie bereits in den zwei stattgehabten Live-Streams der GAÄD möchten wir Ihnen auch hier zur Corona-Pandemie verschiedene Hinweise, Perspektiven und Informationen präsentieren, um zu einer eigenen Urteilsbildung beizutragen.

----------

[1] World Health Organization. Report of the who-china joint mission on coronavirus disease 2019 (covid-19). Verfügbar unter: https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/who-china-joint-mission-on-covid-19-final-report.pdf

[2] Dong E, Du H, Gardner L. An interactive web-based dashboard to track COVID-19 in real time. The Lancet Infectious Diseases. Februar 2020 [zitiert 9. April 2020]; Verfügbar unter: https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S1473309920301201

Aufruf zur Forschung

 

COVID19-Patientenregister LEOSS

Von der Universität Köln wurde ein schlankes Patientenregister für COVID-19-Patienten aufgebaut. Ein Unterfragebogen für Komplementärmedizinische Behandlungen wurde dort mit aufgenommen. Die Registrierung ist einfach und schnell. Für die Eintragung von Patientendaten hat Frau Dr. Raichle, Tübingen eine Anleitung erstellt: LEOSS Anleitung.

Wir freuen uns, wenn Sie das Register unterstützen und Ihre COVID-19-Patientenfälle dort eintragen: www.leoss.net

CoKi – Corona bei Kindern

Auf dieser Plattform für Kinder- und Jugendärzte werden Daten zu COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen erhoben um die epidemiologische Situation bei Kindern zu erforschen.
Wir freuen uns, wenn Sie dieses Projekt mit Ihren Antworten und Daten aus der Praxis unterstützen: https://co-ki.de/

CoPra – Corona bei Personal in Praxen für Kinder- und Jugendmedizin

Dieses Survey fragt nach Corona-Beschwerden und -Testergebnissen bei Angestellten in Praxen für Kinder- und Jugendmedizin.
Wir freuen uns, wenn Sie als Mitarbeiter*in einer Praxis Ihre Daten hier eingeben: www.co-pra.de

Salutogenese-Forschung

Der Dachverband Salutogenese bittet um die Teilnahme an einer kurzen Umfrage (ca. 12 Minuten) zur Corona-Pandemie und den ergriffenen Maßnahmen: https://www.surveygizmo.com/s3/5569233/Salutogenesis-survey-Corona-2020

Statistik in der Corona-Pandemie

Selten ist die statistische Wissenschaft so ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten, wie bei der aktuellen Corona-Pandemie. Aufforderungen wie „Flatten the curve“ (Deutsch: „Lasst uns die Kurve abflachen“ oder die oft tägliche Beobachtung des R-Wertes (der Basisreproduktionszahl), sind deutliche Hinweise dafür, dass die Ergebnisse der Statistik, bzw. der Epidemiologie ins Bewusstsein der breiten Bevölkerung getreten sind.
Dass die statistischen Erhebungen, Berechnungen, Simulationen und Abschätzungen von großem Wert für den Umgang mit der Corona-Pandemie sind, steht außer Frage. Dass einige Angaben dabei eine nur eingeschränkte Aussagekraft haben ist auch vielfach diskutiert worden – wenn z.B. die Anzahl der Tests ins Verhältnis gesetzt wird mit der Anzahl positiver Testergebnisse oder die Definitionen von Todesfällen durch den Corona-Virus und Todesfällen mit positivem Virus-Nachweis diskutiert wird.
Die Aussagen und Methoden der Epidemiologie und Statistik sind oft zunächst wenig eingängig und benötigen ein genaues Hinsehen[1]. Die folgenden Links und Verweise sollen helfen, sich auch hier ein selbständiges Urteil zu bilden:

Die weltweit genutzten tagesaktuellen Daten zu Infektionen, Todesfällen und Genesenen stammen von der John Hopkins Universität in den USA und wurden zuerst in dem Artikel von Dong, Du und Gardner beschrieben (An interactive web-based dashboard to track COVID-19 in real time[2]). Die Daten finden sich auf der folgenden Website:

Die Daten wurden von verschiedenen Websites weiterverwendet, z.B.:

Diskutiert wurde mehrfach, ob die Corona-Pandemie zu einer erhöhten Sterberate insgesamt geführt habe. Dazu die folgenden Links:

----------

[1] Empfehlenswert zur Einführung in die statistische Denkweise sind die humorvollen Bücher von Hans-Hermann Dubben und Hans-Peter Beck-Bornholdt aus dem Rowohlt-Verlag: Der Hund der Eier legt; Der Schein der Weisen; Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit

[2] Dong E, Du H, Gardner L. An interactive web-based dashboard to track COVID-19 in real time. The Lancet Infectious Diseases. Februar 2020 [zitiert 9. April 2020]; Verfügbar unter: https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S1473309920301201

Ansätze zu Prophylaxe und Therapie aus Sicht der Anthroposophischen Medizin

Aus der Anthroposophischen Medizin wurden aus verschiedenen medizinischen Berufen Hinweise für Prophylaxe und Therapie gegeben:

Rolf Heine: Zur integrativen Präventionin der Covid-19-Pandemie

https://medsektion-goetheanum.org/fileadmin/user_upload/Text_Rolf_Heine_Praevention_DE_lang.pdf

Georg Soldner: Corona-Virus | Empfehlungen und Hinweise zum Verhalten

https://medsektion-goetheanum.org/fileadmin/user_upload/Hinweise_Corona-Virus.pdf

Kunsttherapie: Praxishygiene und Corona

https://www.anthroposophische-kunsttherapie.de/fuer-therapeuten/arbeiten-lernen/praxishygiene-und-corona.html

Heileurythmie: Eurythmietherapie bei viralen Infekten der Atemwege

Corona-Virus-Pandemie – Aspekte aus der Anthroposophischen Medizin