Promotions- und Forschungsseminar Anthroposophische Medizin 2018

Am 5. Mai kam es in der Charité zu einem lebendigen Austausch über Promotionsthemen, Schwierigkeiten und Hilfen bei einer Doktorarbeit. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (darunter 26 Studierende, nicht nur aus Berlin) folgten den kurzen Vorstellungen der anthroposophisch-medizinisch forschenden Institutionen. Prof. Georg Seifert (AG Integrative Medizin in der pädiatrischen Onkologie, Charité, Berlin) zeigte das breite Spektrum an Themen von der Laborforschung zu Mistelextrakten bis hin zu klinischen Studien und zu pflegerischen Anwendungen. PD Dr. Matthias Kröz (Forschungsinstitut Havelhöhe, Berlin) sprach über die Arbeiten am FIH, über Cancer fatigue und Kohärenzgefühlstudien. Und Prof. Harald Matthes (Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und Charité, Berlin) berichtete über Arbeiten zum Mikrobiom und zum Krebsregister Netzwerk Onkologie. PD Dr. Stephan Baumgartner (Universitäten Bern und Witten/Herdecke) stellte fundierte Studien zu biologischen Modellen und zur Homöopathieforschung dar. Und Dr. Paul Werthmann zeigte, zu was aktuell am IFAEMM in Freiburg und (vertretungsweise für Dr. Jan Vagedes) am ARCIM-Institut (Filderklinik) geforscht wird. Eine internationale Perspektive brachte Prof. Dr. Erik Baars (Leiden, NL) ein, der eine Arbeitsgruppe zur Anthroposophischen Medizin und insbesondere auch zu den Anthroposophischen Therapien aufgebaut hat. Die Forschungen des Gerhard-Kienle-Lehrstuhls der Uni Witten/Herdecke zu Fieber, Anthroposophischer Anthropologie, Spiritualität und Patientenkompetenz wurden vertretungsweise von Stephan Baumgartner vorgestellt. So entstand das Bild einer großen Vielfalt an möglichen Themen für Doktorarbeiten, an denen in den verschiedenen Instituten fundiert gearbeitet werden kann.

Die Diskussionsrunden und Pausen waren vom kollegialen Austausch zwischen den Studierenden und den Institutsmitarbeitern geprägt.

Ein besonderes Highlight war auch die Vorstellungsrunde aktueller Promotionen von Studierenden. Neben Masha Stammer, die von ihrer kürzlich abgeschlossenen Arbeit zur „Charakterisierung der Apoptoseinduktion im Rhabdomyosarkommodell: Analyse eines triterpensäurehaltigen Viscum album Gesamtextraktes“ (bei Prof. Seifert in Berlin) berichtete, schilderten auch Falk Quittel (Arbeit zur Cancer fatigue bei PD Dr. Kröz in Havelhöhe) und Julia Frank (Forschung zu Meditation zur Stressreduktion bei Jugendlichen bei Prof. Seifert) ihre Erfahrungen mit der Doktorarbeit. Falk Quittel nannte die für ihn entscheidenden Faktoren zur promovieren: „Sehr netter, verlässlicher und erreichbarer Doktorvater – ein interessantes Thema – das Studienprotokoll war fertig – die Beschlüsse der Ethikkommission lagen vor – die Aufgabe schien überschaubar – es konnte sofort losgehen“.

Auch in diesem Jahr bot das Promotions- und Forschungsseminar wieder einen Tag voller Information und Austauschmöglichkeiten rund um das Thema „Doktorarbeit und Anthroposophische Medizin“. Im kommenden Jahr wird das Seminar vom 17. bis zum 19. Mai 2019 wieder in Herdecke stattfinden.

 

Eine Übersicht über die Forschungsinstitute in der Anthroposophischen Medizin finden Sie hier www.gaed.de/forschung-am

 

Eine Übersicht über abgeschlossene Promotionen und Habilitationen in der Anthroposophischen Medizin finden Sie hier: www.gaed.de/forschung-am

 

Die Arbeit von Mascha Stammer kann hier eingesehen werden: https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/10611

Wir möchten uns herzlich bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedanken, das durchaus keine Selbstverständlichkeit ist. Danke!

Ihre und Eure Akademie GAÄD