Vom Patientenkontakt zur Wesensbegegnung in der therapeutischen Beziehung

Berufsgruppenübergreifende Seminararbeit
der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft

veranstaltet von der Akademie Anthroposophische Medizin GAÄD und der Medizinischen Sektion/ Freien Hochschule für Geisteswissenschaft

Für Ärzte, Pharmazeuten, Pflegende und Therapeuten, die Mitglieder der Freien Hochschule oder an der Freien Hochschule interessiert sind

 
Samstag, 4. März bis Sonntag, 5. März 2017 im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die tägliche Begegnung mit den Patienten stellt hohe Anforderungen. Wir erleben den Zeitdruck einer leistungsdichten Medizin, erfahren in mancher apparativen Diagnostik eine Entfernung vom Patienten und Mechanisierung der Beziehungsgestaltung. Dennoch kennen wir die beglückenden Augenblicke des wechselseitigen Verstehens, aus denen eine tragfähige therapeutische Beziehung erwachsen kann. Oftmals allerdings kommt es nicht zu einer wirklichen Begegnung, sondern nur zu einem Patientenkontakt. Die gelungene Wesensbegegnung schenkt Patient und Therapeut Erfüllung und Kraft und kann in den ganzen weiteren Tag ausstrahlen. Der ausschließliche Kontakt hat demgegenüber gegenteilige Auswirkungen: Als Therapeuten können wir uns dann erschöpft, „ausgelaugt“ und entkräftet fühlen. Der Patient wird sich bestenfalls durch den kurzen Kontakt „bedient“ fühlen und wird die Begegnungsqualität vermissen.

Die menschliche Begegnung ist mit dem Überschreiten einer Schwelle verbunden. Wenn wir einem Patienten aufmerksam zuhören, müssen wir von unserer eigenen Bewußtseinswelt absehen, für das eigene Wesen also „einschlafen“, um dadurch den anderen Menschen als geistiges Wesen zu erreichen. Dabei ist es keineswegs selbstverständlich, dass wir für ihn bereits „erwachen“ und ihn in seinem Wesen erfahren. Der Weg über diese in der Begegnung liegende Schwelle der geistigen Welt kann zu einem Erwachen am geistig-seelischen Wesen des Patienten führen. Er führt aber zunächst zu Hindernissen im eigenen Wesen, die uns als Zweifel, Ablehnung, sogar Hass und Furcht vor der Erkrankung in unserer zurückliegenden Arbeit begegnet sind. Sie tragen oftmals zu einer empfundenen Ohnmacht bei und bedürfen der Überwindung. Dann kann sich der Weg zum anderen Menschen öffnen und ein Motiv wirksam werden, das im Meditationsweg der Freien Hochschule, der Michaelschule, angesprochen wird. Aus diesem Grunde werden wir unsere Tagung nicht wie beim letzten Mal mit Fallvignetten zur Ohnmacht und Geistesgegenwart in der therapeutischen Beziehung beginnen, sondern zu Anfang einen Patienten hören, der von seinen Erfahrungen mit Ärzten, Pflegenden und Therapeuten berichtet. Sie sollen uns eine Grundlage für die gemeinsame Arbeit am Tagungsthema in Kleingruppen und Plenum werden.

Der meditative Erkenntnisweg als Quelle für die Befähigung zur Wesensbegegnung führt zu ganz praktischen Fragen: Was ist Meditation? Was ist die anthroposophische Meditation im Spektrum der so zahlreichen Möglichkeiten spiritueller Vertiefung? Welche Kräfte können sich aus ihr für das Erkennen des geistigen Menschenwesens entwickeln, und welche heilenden Kräfte werden durch sie wirksam? Wir möchten uns diesen praxisnahen Themen in dieser Tagung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft widmen und damit an Impulsen arbeiten, die zur Vertiefung und Vermenschlichung der therapeutischen Beziehung beitragen können.

In der Freude auf eine lebendige und fruchtbare Arbeit!

Für den Vorbereitungskreis

Matthias Girke                              Georg Soldner
Medizinische Sektion                     Akademie GAÄD

 

Programm zum Download
Hochschultagung-2017.pdf

Hotelliste zum Download
Hotels-Nähe-GKH-Havelhöhe.pdf

Lageplan Havelhöhe zum Download
Lageplan-GKH-Havelhoehe.pdf

Verbindliche Anmeldung für die Hochschultagung 2017

4./5. März 2017 im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe


Anmeldung bitte bis 22. Februar 2017


Die folgende Adresse ist meine:



Tagungsbeitrag mit Pausenverpflegung und Abendessen



*Mitglied GAÄD, DtGAP, GAPiD, ausländische Ärztegesellschaften

Bitte überweisen Sie den Tagungsbeitrag erst nach Erhalt der Rechnung.

Bei Stornierung Ihrer Anmeldung berechnen wir eine Bearbeitungsgebühr von 30 Euro. Die Stornierung muss schriftlich per E-Mail oder Fax an die Geschäftsstelle erfolgen.