Das Therapeutikum

In einem Therapeutikum gruppieren sich Ärzte und nichtärztliche Therapeuten um einen Patienten, der im Mittelpunkt der verschiedenen Therapieansätze steht. Von zunehmender Bedeutung ist die ambulante Pflege z.B. in der Versorgung dementer oder palliativmedizinischer Patienten. So entsteht entsprechend der beteiligten Menschen und ihrer Angebote die Möglichkeit, von verschiedenen Seiten her und mit unterschiedlichen Ansätzen gemeinsam therapeutisch zu wirken:

  • Rhythmische Massage nach Ita Wegmann
  • Heileurythmie
  • Kunsttherapien (Plastizieren, Malen, Musik, Sprache)
  • Psychotherapie
  • Chirophonetik
  • Beratung zur Lebens- und Erziehungspraxis
  • Biographie-Arbeit
  • ggf. pastoralmedizinische Zusammenarbeit

Im gemeinsamen Bemühen um den Patienten, in einzelnen Therapiebesprechungen und in der anthroposophisch-medizinischen Arbeit kann mehr entstehen, als eine Einzelperson jeweils leisten könnte. Darüber hinaus ist ein Therapeutikum in besonderer Weise dazu geeignet, ein Netzwerk mit anderen anthroposophischen Einrichtungen zu bilden, z.B. mit Waldorfkindergärten und –schulen, Bioläden, Demeterhöfen, der Anthroposophischen Gesellschaft und der Christengemeinschaft. Aber auch als Kontakt- und Anlaufstelle für nicht-anthroposophische Einrichtungen, Kollegen und Therapeuten ist ein Therapeutikum hilfreich.

Die Struktur eines Therapeutikums kann sehr unterschiedlich sein:

  • Es kann sich um eine überörtliche, ideelle Zusammenarbeit handeln.
  • Es können Ärzte und Therapeuten unter einem Dach zusammen arbeiten, wobei jeder wirtschaftlich unabhängig ist und die Zusammenarbeit sich auf inhaltlich-medizinische Fragestellungen bezieht.
  • Es kann einen Verein geben, der die verschiedenen Therapeuten anstellt.