Arbeitsformen ambulanter Anthroposophischer Medizin

Die Anthroposophische Medizin verfolgt seit ihrer Begründung einen integrativen Ansatz, der auf dem aktuellen medizinischen Wissensstand aufbaut. Sie verbindet im Blick auf den Menschen den körperlichen und psychischen Befund mit den vitalen Ressourcen und Gesundungskräften und der Individualität des Patienten, die in seinem Empfinden, Denken und Handeln, seiner Haltung und in seiner Biographie zum Ausdruck kommt. Zusammenschau ist oberstes Gebot, im diagnostizierenden Blick auf den ganzen Menschen und in der Suche nach einem individuell angemessenen Therapiekonzept. Insofern ist es sachgemäß, dass sich der anthroposophische Arzt als Teil eines therapeutischen Teams versteht – selbst dort, wo er aus äußeren Gründen in einer Einzelpraxis tätig ist. Dieses Team kann verschiedene Ärzte umfassen und eine Zusammenarbeit mit Pflegenden und Therapeuten verschiedener Profession anstreben, wie es in einem Therapeutikum gewollt wird.

 

Die Zusammenarbeit verschiedener Ärzte hat gegenüber der Einzelpraxis Vorteile:

  • Ergänzung von verschiedenen Fachbereichen/Schwerpunkten
  • Verteilung der Lasten einer Praxisführung (Mitarbeiter, Verwaltung/Formalien, Technik)
  • Einbringen verschiedener Kompetenzen in die inhaltliche und soziale Gestaltung des Praxisorganismus
  • Interkollegialer Austausch
  • Supervision/Kritik/Korrektur
  • Wirtschaftliche Vorteile durch Nutzung von Synergieeffekten.